Heute gab es eine kleine Programmänderung. Ich erlebe so etwas wie ein Zwischentief hier, das heisst die Temperaturen sind eher frisch.

Das betrifft vor allem die Berge. So startete ich heute Morgen gegen 08:30 Uhr. Dospat lag ja schon auf ca. 1100 hm, aber rasch kamen weitere 400, 600 Meter hinzu.

Da war ich gerade noch: Dospat
Auf den Höhen sind schöne Seen
An allen Seen sind „Wildcamper“
Mich zieht es an ein Ufer. Alles ist fürchterlich nass von den Regenfällen gestern Abend
Auch hier ist das Ufer gesäumt von Campern. Und alle angeln.
Weiter geht es über Land. Das Wetter wird wieder etwas unfreundlich.

So schön die Strecke bislang war, ich hadere schon etwas mit den Temperaturen. Auf 800m geht es ja, aber über 1200 wird es empfindlich kalt. Meine Griffheizung bollert ununterbrochen. Wie die tut? In Sardinien hatte die doch ihren Geist aufgegeben und ließ sich durch nichts wieder aktivieren…. Seit Griechenland, magisch, magisch, funktioniert sie wieder.

Hinter Velingrad ging dann ein letztes mal auf den TET. Und das war sehr, sehr schön! Nur, es ging noch höher hinauf!

Mir tropft die Nase, mir ist kalt. Dabei hatte ich heute Morgen schon ein langärmliges Shirt angezogen. Also: Jetzt muss die Regenjacke angezogen werden.
Ach wie schön das hier ist

Dieser tolle Aufstieg wurde bald zu Schotter, dann ging es rund 30km zum Langlaufzentrum.

Fast schon Alpin hier.
Der höchste Punkt den ich auf dem GPS sah, war 1985m.

TOLL!
Rumpel Rumpel, da liegt er der Kumpel!
Hinter mir sind noch Schneefelder auf den Bergen.

Mein „Problem“: Die Erde ist überall nass. Ich kann mich nirgendwo hinsetzten, geschweige denn mein Nickerchen machen. Ja wo gibt es denn so etwas?

Immer wieder behindert noch Windbruch etwas den Weg.

Ich kam dann an einem Leistungszentrum heraus wo wir vor 2 Jahren die Langläufer und Biathleten beobachten durften. Diesmal war alles verwaist. 

Mein Ziel war jetzt noch etwas auf dem TET zu bleiben, doch als ich ihm eine Weile folgte und die riesigen Lachen im Wald sah, verlor ich die Freude. Man soll doch aufhören, wenn es am schönsten ist, oder? Das Gefühl hatte ich heute. Deshalb fuhr ich zurück auf die Straße.

Damit sage ich dem TET Adieu, ich denke ich werde ihn nicht mehr befahren. Sollte ich im Herbst in Rumänien nochmals schottern gehen, dann folge ich dem ACT, dem Adventure Country Trail.

Somit war ich fertig für heute, es galt nur noch die Unterkunft in der Gegend von Borovetz zu suchen. Es war aber erst 14:30 Uhr und so fragte ich mich, ob ich nicht lieber eine Programmänderung einlege. So geschah es. Ich fuhr durch nach Sofia und hängte an meinem Hotel „Sofia Suite Hotel“ eine Nacht vorne an. Damit habe ich morgen Luft für eine gepäckfreie Tour nach Norden. Schön!

Mein Zimmer: Ein weiterer Beweggrund einen Tag früher hierher zu kommen war, dass ich mich auf den Luxus des Hotels freute. Dazu: Mehr Stadt, besseres Essen.

Ich reise nun seit 6 Wochen und es reicht jetzt. Ich freue mich SEHR auf zu Hause! Und noch viel mehr freue ich mich Barbara wieder im Arm zu halten!

Zum Wetter: Auch in Sofia ist es nicht eben heiss. Wird aber wieder!

Die Strecke: 311 km von Dospat im Süden nach Sofia im Norden.