Sehr früh zauberte es mir heute ein Lächeln ins Gesicht und verließ mich nicht mehr. 

Heute früh war ich ein Packheld. Ich war in 45 Minuten abreisefertig und hatte dabei sogar einen Joghurt verspeist. Als ich rausfahren wollte war das Tor versperrt. Ich bin also krawallmachend durch den Gesindetrakt, und bald kam ein verschlafener Nachtwächter und sperrte auf.

Der Plan war heute 138 km zu fahren, davon das meiste TET, der im wesentlichen aus 3 Offroadspangen mit Verbindungsetappen auf Teer bestand.

So ging es über eine schöne Passstraße schnell aufwärts. 

Ein zerfallenes Viadukt steht am Weg

Schotter, relativ glatt und noch feucht von den Regenfällen des Vortags bereitete echt Spaß!

Es wird der abgestürzten Phantom Besatzung gedacht!

Und so schraubte ich mich auf 1350 m hoch. Dieser Ausblick ließ mich eine Zeit verweilen.

Auf der Passstraße
Schutzhütte für Wanderer
Es ging bis auf 1500 m hoch!
Wahnsinn, oder?

Irritierend war, wie nass es immerzu war. Während es gestern im Tal nur ein paar Tröpfchen regnete, muss es hier oben ziemlich geschüttet haben. Als ich dann die Rückseite des Berges befuhr: Alles trocken!

Das mag ich gar nicht – das birgt mir zu gerne böse Überraschungen

Wenn ich machmal davon schreibe, dass der Weg zerfurcht sei, dann sieht das z.B. so aus:

Schwere Fahrzeuge hinterlassen tiefe, aufgewühlte Furchen.

Und wenn ich von steinig spreche dann dient dies als Beispiel:

Steinig! Geht auch gröber…
Nun steh ich auf der Rückseite des Berges, noch immer 1500 m hoch

Kurz nach dem letzten Bild kam plötzlich eine toll ausgebaute Straße. Ich alleine unterwegs, stürze mich förmlich zu Tale. Eigentlich hätte ich jetzt die dritte TET Spange in Angriff nehmen sollen – aber wozu das denn? Diese Strecke ist einfach zu schön! Ich bin so entlang gefetzt, ich habe doch glatt meinen Abzweig verpasst… und das war gut, denn nun kam das nächste fahrerische Highlight.

Was für eine Strecke – Spaß pur!

Irgendwann hatte ich das Bergmassiv des Olymp vor mir. Da will ich morgen hin. Auf Schotter 2500 m hoch. Was ich mich nie gefragt habe, was mache ich, wenn der wie hier völlig in den Wolken ist? Ich denke, dann kann ich den Programmpunkt fallen lassen. Wer will schon im Nebel rumstochern?

Aufgepaßt, Wildschweine können kreuzen. Füchse tun es eh regelmäßig.
Die Kräuter duften wunderbar

Am Ende komme ich am Meer raus. Kurz zuvor allerdings erschien noch ein Ort, er erinnert doch sehr an Berat in Albanien oder noch viel mehr an die Häuser ich m Wiedergeburtsstil in Zheravna / Bulgarien.

Wiedergeburtsstil?
Fast wie in Zheravna
Das Örtchen wo ich bleibe hat sogar eine Burg.

Kaum angekommen, es ist drückend heiß hier (ach ja, heute Nacht war es ziemlich kalt, ich hatte das erste mal den Schlafsack zumachen müssen), war Zelt aufbauen und danach Waschtag das Programm. Bei der Endurofahrerei fängt doch alles zu müffeln an!

Mein schattiges Plätzchen
Waschtag

Zu guter Letzt gibt es noch ein Bild vom schönen Strand an dem es mir aber erheblich zu heiß ist.

Hier sitze ich nun und schreibe meinen Blog und denke: Das läßt schon aushalten!

Die Strecke, 153 km.