Nachdem über Nacht heftige Regenfälle übers Land zogen, entschloss ich mich den ersten Teil meines heutige TET Tracks nicht zu fahren.

Ich startete daher nach einem gemütlichen Frühstück.

Mein rettendes Hotel

Als meine Offroadroute kreuzte besann ich mich eines anderen. Der Grund war einfach: Auch meine Straße hatte nur zeitweilig Belag aufzuweisen 😉

Dennoch war meine Befürchtung nicht ganz umsonst gewesen.

Der Reifen setzt sich in dem Matsch zu.

Wie eigentlich immer, war die Wahl der Offroadstrecke gut und ich hatte jede Menge Freude.

Ein Kanal zieht sich durch das Land, ich werde ihm auch in den Bergen begegnen.
Das ist laut OSM eine Ortsverbindungsstaße. Stimmt ja auch, nur fehlt irgendwie der Belag. Und es kam schlimmer – es wurde zu einem matschigen Waldweg. Aber befahren!
Der TET führt über einen 1200m hohen Schotterpass – und dann steil runter zum Meer mit einer schönen Bucht zum baden!
Wie ich fast unten bin: Wieder der Kanal! Er läuft zum Teil auch in Tunnel.
DAS ist eine Küstenstraße!

Der Tag hatte aber mehr in Petto als schöne Landschaften und Tracks. Ein Besuch im Kloster Moni Osios Loukas stand als nächstes an. Das Kloster gilt als eines der schönsten und wichtigsten im Land, es hat über viele Jahrhunderte die Architektur im Land beeinflusst. Es befindet sich auch auf der World Heritage Liste. Aber ehrlich: Wer Rila in Bulgarien gesehen hat, der findet das hier nur „Naja“.

Im Kloster, Blick auf die Kirchen.
Schöne Ausschmückungen
Meine Oma hätte morgen Geburtstag, sie würde 111. Da zünde ich wieder ein Lichtlein an für sie.
Innenhof vom Kloster
Die Rückseite zeigt gut die beiden aneinander gebauten Kirchen und ihre reichhaltige Architektur, die immerhin um die 700 Jahre alt ist.
In der Krypta liegen die Gebeine des Loukas.
Sichtbar sind aber auch überall die Schäden an den schönen Bildern und sonstigen Ausschmückungen.

Danach ging es unmittelbar ins nahegelegene Distomo. Ich sah mir die Gedenkstätte der Opfer des  Zweiten Weltkriegs an. Als Gegenmassnahme hatte die Wehrmacht am 10. Juni 1944 218 Anwohner wahllos aus den Häusern geholt und erschossen.

Die Gedenkstätte wurde in den 60er Jahren von Deutschland finanziert und mit eingeweiht.

Aber damit genug der Kultur. Auf schnellen Straßen ging es nach Delphi. Dort angekommen machte ich mich auf die Suche nach einem Campingplatz. Der Erste entsprach nicht meinem Geschmack, der Zweite, Camping Delphi war was ich suchte. Das war der Platz auf dem Barbara und ich auch schon 1996 gewesen waren. Selbst der Mann an der Rezeption ist der selbe, nur eben 23 Jahre älter.

Es ist Juni. Gott sei Dank ist noch nicht so viel los!

Kaum angekommen war heute Waschtag. Auch die Mopedhose und -Jacke mussten ran. Das Zeug fängt an zu müffeln, noch ein bisschen und es bekommt Eigenleben!

Waschtag

Nun ein paar Worte zur Strecke: Der TET führt hier zumeist auf schönen breiten Wegen, gut abgeschoben, kleine Ortsverbindungsstraßen. Manchmal etwas tricky weil soft, dennoch fahrerisch eher nicht anspruchsvoll. Aber dann kommen immer wieder so Ausnahmen. Täglich. So auch heute. Da führte der Weg an einem Grillgelände vorbei, und plötzlich ging es senkrecht den Berg hoch. Der Weg war völlig vom Regen ausgewaschen. 50cm bis 1m tief waren die Auswaschungen in Erde. Dazu alles lose. Da gilt es vorausschauend zu navigieren damit ich nicht in einer „Sackgasse“ lande, dazu muss ich schauen wie ich die Traktion behalte – alles in allem richtig Enduro – ich schweißnass, den Anfall von Furcht / Respekt muss ich erst mal wegstecken – das wäre ich vor ein paar Jahren NIE NIE NIE und schon gar nicht alleine gefahren!

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