Das war heute ein verdammt guter Mix aus Verbindungsetappe, schönes anspruchsvolles Enduro und jeder Menge Tierlein.

Als ich um 6:45 aus dem Campingplatz fahren wollte, fand ich mal wieder das Tor verschlossen. Auch das Rückwärtige, das zum Strand geht war zu. Randale half auch nichts, es kam keiner. Und wie ich so gelangweilt rumgehe, hebe ich diese kleine Glocke an und finde was? Genau!

Unter der Glocke war der Schlüssel zum Tor – Zufallsfund!
Und raus geht es!

Auch dieses mal, nur ein paar Kilometer auf Langeweilestraße, dabei nebenbei ein Sandwich gekauft, dann ging es bald in den Schotter. Es ist nichts los, ich fahre vollkommen alleine.

Hier mache ich meine erste Pause und verschlinge mein Sandwich.

Sandwich-Pause

Wie sich mein Weg wieder zum Tal windet steigt ein seltsamer Geruch in meine Nase. Kurz danach haben wir den Verursacher vor uns – ein Köhler!

Im Tal angekommen wollte ich eigentlich Vergina besichtigen, die haben scheinbar schöne Gräber ausgehoben. Aber nachdem ich eine Stunde zu früh dran war, bin ich weitergezogen. Es war ohnehin schon so warm, ich hätte mich komplett umziehen müssen und darauf hatte ich auch keine Lust.

Nun begann eine ca. 80 km lange Verbindungspassage über die Autobahn. Boah ist das langweilig, ich habe schon richtig Angst auf die Heimfahrt im Herbst.

Doch auch die Autobahn endete einmal und es ging zügig wieder in die Schotterberge. Irgendwann kam ich in einem Dorf raus wo es auch ein Cafe gab (gab es in den Käffern davor nicht). Der Wirt hatte 31 Jahre in Deutschland gelebt bevor ein vor ein paar Jahren nach Hause zurück ging und das Cafe eröffnete. Das lustige: Als ich kam waren noch 4 weitere Männer da. Als ich ging war die Bude voll, voller Männlein und Weiblein, die Kirche war vermutlich zu Ende und es ist Sonntag –  man hat Zeit zum Schwatz.

Gleich nach dem Dorf ging es wieder los. Nur daß klar ist, das sind offizielle Straßen!

Ortsausgang
Straße?

Jetzt ist vielleicht ein guter Zeitpunkt was zur Strecke zu sagen. Die war extrem unterschiedlich heute. Manchmal sehr naß, sehr häufig sehr, sehr sandig, ausgewaschen, felsig… insgesamt: Eine schöne Herausforderung – und genug am Ende des Tages!

So was von sandig!

Irgendwann machte ich mein Mittagspäuslein, legte mich auf ein Feld und machte die Äuglein zu. Tut ja schon gut so was, vor allem wenn es bereits 34° C hat.

Hier steh ich auf meiner schnellen Piste, mein Schläflein habe ich schon gemacht!

Der Spaß den ich auf dieser geraden und schnellen Piste hatte, trübte sich jetzt ein. Plötzlich wwar das wie eine Einfahrt nach Khsar Ghilane. Sand, tief, zerfurcht und noch zu viel Druck im Reifen: Ein sch*** geeiere. Die ganze Gegend hier hat nur Sandboden und wenn der trocken ist – naja dann wird es halt spaßig!

Was fehlt denn da?

Irgendwann, ich hatte mich gerade wieder einmal eine Rampe hochgekämpft schau in meinen rechten Außenspiegel. Das heisst ich habe es versucht. Zu viele Büsche sind am Ende der tot des Außenspiegels. De ist in guter Gesellschaft. Mein ach so TÜV konformer Blinker links hinten hängt auch schon rum wie eine Trauerweide. Auch der wird das Ende des Urlaubs nicht erleben…

Und damit ist es jetzt Zeit was zum Wildlife zu erzählen. Denn das war heute sehr reichhaltig.

 

So was schon mal gesehen?
  • Als ich morgens die Zähne putzen ging saß vor mir ein Wiedehopf. Sehr schöner Vogel!
  • In den Bergen, im Unterholz schreckte ich eine Wildsau vor mir auf. Das muss ein Eber gewesen sein, mächtig groß, ganz schwarz. Langsam tummelte er sich in den Wald..
    Am Nachmittag: Das selbe Schauspiel nur diesmal eine Bache, war sie doch viel kleiner als das ier heute morgen.
  • Ein Fuchs kreuzte
  • Ein Reh ebenso
  • Genauso ein Hase
  • als ich mir dachte: Ne Schlange hast du schon lange nicht mehr gesehen, konnte ich einem schönen Exemplar, ich denke so um 1m Länge herum, gerade noch ausweichen. Umdrehen um zu fotografieren half nicht – sie war bereits im Gras der Böschung verschwunden.
  • 14 in Worten VIERZEHN Schildkröten. Die müssen heute Versammlungstag gehabt haben. Am schönsten war für mich die obige Gruppe.

So zog sich mein Weg durchs Land, mal mit schönem Blick, mal nur im Wald. Gelegentlich bog der TET ab, womit ich nicht rechnete und dafür umkehren durfte.

Doch bei diesem Abzweig fragte ich mich schon: Wo will der mal wiedrer hin???

DIe TET Überraschung des Tages
Die Rampe rechts im Bild geht es gleich hoch
Aber schön ist es schon!
Da will ich hin! Am Horizont ist das Meer.
Der Spaßvogel der diesen Abschnitt des TET gebaut hat, hatte Spaß bis zum letzten Kilometer!

Und damit kam ich erneut bei einem Campingplatz an. Eigentlich sehr schön, so litt er doch im Lauf der Jahre. Seine Taverne:Völlig hinüber, ebenso der Minimarkt. Wenn ich was benötige muss nach Asprovalta. Ist aber mit 3km auch nicht weit. 

Blick zum Meer
Blick zum Eingang
Da stehe ich!

Die Strecke: 312 km anstelle der 282km.