Zäh war ich heute morgen. So kam ich auch erst kurz nach 9 los. Heute ist ACT Tag zwei und keinerlei besondere Highlights stehen auf dem Programm.

Ich fuhr erst einmal nach Süden zurück auf meinen Trail. Der folgte in einer Schleife westlich um Karlsburg. Die Strecke war schön gewählt und bot einen ersten Blick in kleine Dörfer.

Hübsche Kirche am Wegesrand

Wer aber unter Zeitdruck steht, der kann sich diese Schleife getrost ersparen. Erst nachdem ich nördlich von Karlsburg westlich abbog wurde es wirklich spaßig. Es begann eine 20 Kilometer lange Schotterpassage. Die war super ausgebaut und daher schön aber nicht herausfordernd. Hier kamen mir auch vier „3 Zimmer, Küche, Bad“ BMW GS Fahrer entgegen.

Nette Ortsdurchfahrt auf schnellem Schotter

Bald ging es erneut auf schönen, jedoch geteerten Strecken weiter. Irgendwann war ich wirklich enttäuscht, das war mit definitiv zu wenig Schotter.

Blick ins Tal
Da sieht man, wie streng der Winter hier ist
Immer wieder malerische, zurückgesetzte Ansiedlungen

Aber, es sollte sich ändern. Ich hatte schon gar nicht mehr damit gerechnet, plötzlich ging es in einem Örtchen rechts ab, ein Tal entlang den Berg hoch. Im dem eng geschnittenen Tal war erst eine Roma-Siedlung. Es ging recht kinderreich und bunt zu…

Doch bald war ich in rein landwirtschaftlich genutztem Gebiet. Außer Traktoren und Allradfahrzeugen war erst mal kein Fahrzeug unterwegs.

Wie schön! Der Schotter bringt mich zügig und steil nach oben
Auf ca. 1000m befinden sich noch immer Orte. Man kommt nur mittels der steilen Schotterstrecke hier hoch. Wie ist das wohl im Winter hier?
Man sieht es kaum: Es geht SEHR steil runter, loser Schotter und immer wieder stehen Steine fest im Weg. Spaß!!!
Immer wieder ist der Boden weichsandig. Die Karre schwimmt – und mich freut es!
Zieht sich der Weg nicht wunderschön durchs Land?

Mein Lächeln hörte gar nicht mehr auf. Das war schönes „Trailriding“! Schönes Panorama, der Untergrund immer wieder mal herausfordernd ohne mühselig zu werden. 

Ich bin auf 1300m und immer wieder leben hier in der Einsamkeit Menschen.

Ab 1300m hoch waren im wesentlichen Wälder. Auch da finden sich einzelne, belebte Häuser oder kleine Ansiedlungen. Von einer machte ich ein 360 Grad Bild. Dabei unterhielt ich mich mit einem der Anwohner. Naja, was halt so unterhalten heißt, wenn keiner den anderen versteht. Aber er war nett, und ich schenkte ihm dafür eine Birne die er mit einem Lächeln nahm und auf der Stelle verputzte.

Mitten in den Wäldern. Nur Schotterweg. Kilometerweit keine Stadt.

So wurden es schließlich doch 64 km auf Schotter und ich war mit des Tages Streckenführung versöhnt. Für meine Unterkunft für heute hatte ich schon eine Idee, und ich bekam auch ein Zimmer. Sehr gut!

Blick aus meiner Unterkunft des Tages: Hostel Alpin. 1100m hoch gelegen, und so kalt ist es auch.

Die Strecke: 

Ca. 260km waren es heute, 64km davon auf Schotter.